Entstehung
Um Museen, die einem Mindeststandard an Präsentation und Dokumentation folgen und sich dadurch von sonstigen Schaustellungen abheben, die sich aufgrund der Ungeschütztheit des Wortes ebenfalls
Museum nennen dürfen, eine deutliche Qualitätsabgrenzung von diesen zu ermöglichen, wurde in Österreich ein Museumsgütesiegel eingeführt, das im Jahr 2002 erstmals verliehen wurde.
Die beiden Dachorganisationen des Museumswesens in Österreich,
ICOM-Österreich (International Council of Museums, Nationalkomitee Österreich) und
Museumsbund Österreich erarbeiteten ein Bewertungsverfahren für Museen, dessen Ziel eine Anpassung sowie allgemeine Hebung des Niveaus im österreichischen Museumswesen darstellt. Die Richtlinien basieren auf dem „Code of Ethics – Dem Kodex der Berufsethik des Museumswesens“ auf und wurden den österreichischen Gegebenheiten angepasst.
Seit 12. Oktober 2012 sind in Österreich 196 Museen mit dem Österreichischen Museumsgütesiegel ausgezeichnet.
Im Jahr 2009 traten neue Richtlinien in Kraft, die aufgrund der gewonnenen Erfahrungen der vorangegangenen Jahre in einem breiten Diskussionsprozess adaptiert wurden. Internationale Beispiele sowie Erfahrungen anderer europäischer Länder wurden bei dieser Adaptierung berücksichtigt.